Katarzyna Konert – Vertriebsleiterin

Katarzyna Konert  

Generali Versicherungen

http://www.generali.de

Generali Vertriebsleiterin FFS in Köln
Ausbildung als Finanzierungsfachfrau bei einer Bausparkasse, Studium in Köln, Musikwissenschaften, Romanistik, Italienisch und Medienwissenschaften, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft
5 Jahre Tätigkeit beim WDR-Fernsehen, davon zweieinhalb Jahre beim Sender Phoenix

Das Generali Konzept FrauenFinanzService erschließt Karrierechancen. Frauen, die sich wie Sie für eine Tätigkeit in Beratung und Vertrieb entscheiden, werden von der Generali intensiv ausgebildet und individuell gecoacht. Was war Ihr Motiv für den Einstieg? Haben Sie bei der Ausbildung etwas Neues über sich selbst erfahren und wie wenden Sie die Erfahrung im Umgang mit den Frauen an?

Vor zweieinhalb Jahren wechselte ich von einem anderen Finanzdienstleister zu Generali. Was mir bei der anderen Firma missfiel: Es wurde zu viel von Männern entschieden. Ich hatte selbst das Doppelte zu leisten, um dieselbe Anerkennung zu bekommen wie die männlichen Kollegen. Ich wurde nicht gefördert. Und auch das Potenzial „Frau“ wurde oft nicht beachtet. Vielleicht weil man davon ausgeht, dass Frauen nicht so finanzkräftig sind wie Männer. Was aber alarmierend ist, dass Frauen in ihrer Versorgung enorme Lücken haben.
Mein Motiv für den Einstieg bei Generali war, dass es sich um ein innovatives Konzept handelt. Und ich kann mich selbst verwirklichen. Ich kann meinen eigenen Weg gehen, Kontakt zu anderen Frauenorganisationen aufbauen – und ich kann Karriere machen.
In den Schulungen habe ich tatsächlich einiges über mich erfahren: Ich habe viel Geduld und Ausdauer. Es macht mir nichts aus, bis zu 15 Stunden am Tag zu arbeiten. Ich habe Führungsqualitäten und ich kann einen intensiven Beruf mit meinem Familienleben verbinden.

Frauen sind in Geld- und Versorgungsangelegenheiten immer noch zu verhalten. Wie kann man Frauen bewegen, auch hier mehr männliche Eigenschaften, also das Vorsorgeprinzip, einzuschalten? Welche Top-Produkte für Frauen empfehlen Sie?

Wir appellieren in der Beratung an die geänderte Lebenssituation im Beruf, häufig durch die Kinder, die Erziehungsarbeit, die Arbeit in Teilzeit. Ein wunderbares Instrument ist der Rentenbescheid. Den halten wir den Kundinnen vor Augen. Du bekommst nur 90 Euro Rente, heißt es dann da. Das ist knallhart, aber wichtig. Wir stellen den Nutzen unseres Frauen-FinanzServices dar. Im Alter kann niemand mit einem Azubi-Gehalt auskommen. Die Zulagen vom Staat sollten ausgeschöpft werden. -Deshalb beraten wir intensiv und oft beinahe familiär.

Sie sind Vertriebsleiterin, veranstalten Schulungen in Ihrer Landesdirektion. Welche Frau eignet sich für den Vertrieb, welche Eigenschaften sollte sie mitbringen, um auch erfolgreich zu sein?

Auf jeden Fall sollte sie kontaktfreudig sein und einen Zugang zu Frauen haben. Also entweder sie hat es oder hat es nicht. Angeborene Freundlichkeit, die von Herzen kommt, ist wichtig. Alles andere kann man lernen. Wichtig sind auch Zahlen-verständnis und Auffassungsgabe für abstrakte Inhalte.

Welche Eigenschaften haben Sie die Karriereleiter erklimmen lassen?

Emotionale und soziale Intelligenz sowie meine positive Einstellung haben sicher meine Karriere gefördert. Ich habe Stehvermögen, kann mich immer aufs Neue motivieren, auch dann, wenn es mal Rückschläge geben sollte.

Wie viele Vertriebsassistentinnen führen Sie? Wie und wo sind Sie aktiv? Wie motivieren Sie sich und wie Ihr Team?

Wir sind ein Team von rund 80 Frauen hier in Köln. Natürlich ist es wichtig, dort aktiv zu sein, wo Frauen präsent sind. Zum Beispiel bieten wir unsere Informationen beim Spielzeugladen Toys”R”Us an. Wir arbeiten unter anderem mit der Unternehmerinnenberatung in Köln „Frauen gründen anders“ und mit dem Women Business Club Cologne zusammen und betreuen das Projekt „40plus“. Bei Vorträgen wie „Frauen und Geld“ sind wir dabei. Wir treffen uns außerdem alle sechs Wochen mit Gleichstellungsbeauftragten.
Intern motivieren wir uns gegenseitig durch Rollenspiele, private Treffen. Diese aufbauenden Kontakte sind genauso wichtig wie Verständnis füreinander, ein offenes Ohr und eine gute Kommunikation.

Das komplette Interview können Sie im Band II - "MOTIVATION" lesen.